Der alltägliche Wahnsinn
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Die Dunkelheit..

Man, bin ich grad aufgewühlt. Und das liegt einzig und allein an einem Videospiel...hm, das klingt nerdig, oder?

Naja, von vorne. Ich hab grad das Ende von The Darkness 2 gesehen. Den ersten Teil fand ich auch schon klasse..es geht um einen jungen Mann, Jackie Estacado, der bei der Mafia arbeitet. Und an seinem 21. Geburtstag erwacht etwas in ihm.. naja, das alles zu erklären wäre ein bisschen zu langwierig. Jedenfalls verliert er seine große Liebe Jenny wegen der Darkness, und naja, wie der Name schon sagt, ist das ganze Spiel eher düster.

Vom ersten Teil war ich schon restlos begeistert. nicht weil das Gameplay oder die Grafik besonders geil gewesen wären. Die Grafik war mittelmäßig, das Gameplay war, naja, gut und ziemlich blutig. Aber am wichtigsten: die Story. Die hat mich eingesaugt wie ein wahnsinnig gutes Buch und nicht mehr losgelassen. Ich habe nicht mit Jackie gefühlt, ich habe WIE Jackie gefühlt. Da gibt es im ersten Teil am Anfang diese Szene, wie Jackie mit Jenny auf der Couch sitzt und einen Film guckt (dabei gibt es auch die Möglichkeit, sie zu küssen..). Der Spieler entscheidet, wann das aufhört. Das ist einer von diesen Momenten, die man auch aus dem realen Leben kennt: man will einfach nicht, dass es vorbeigeht. Damals schon habe ich minutenlang einfach zugesehen, wie die beiden dort sitzen. Einfach weil es schön war. Und weil man, anders als im realen Leben, selbst in der Hand hatte, wie lange dieser Augenblick dauert.

Ich weiß nicht wie die Spieleentwickler das geschafft haben, derartig tiefe Emotionen zu vermitteln. Und im zweiten Teil ist das nicht anders. Diese Liebesgeschichte zwischen der verstorbenen Jenny und dem von diesem Dämon besessenen Jackie ist allgegenwärtig, man fühlt, was Jackie fühlt. Man fühlt die Verzweiflung, wenn er sie in einer Wahnvorstellung sieht und nicht erreichen kann, und man spürt das Glück und die Zufriedenheit, wenn er sie am Ende, wenn auch nur für einen kurzen Moment, im Arm halten darf. Das war auch ein Moment, dessen Ende in meiner Hand lag und den zu beenden ich eine ganze Weile nicht imstande war. Und, um ehrlich zu sein, hätte ich da fast geheult. Auch wenn ich das nicht gerne zugebe.

The Darkness 2 ist also auf der einen Seite unglaublich brutal und blutig, es macht Spaß, Gegner mit den Kräften der Darkness in kleine Fetzen zu reißen und ihre Herzen zu fressen. Auf der anderen Seite erzählt es aber auch eine traurige Geschichte, und das mit so viel Feinfühligkeit, dass man vom Betrachter selbst zum Betrachteten wird. Das ist eine Kunst, die ich so noch in keinem anderen Videospiel erlebt habe; so aufgewühlt und durcheinander habe ich mich höchstens nach dem Ende eines besonders guten Buches gefühlt. Aber bei The Darkness war der Eindruck noch intensiver. Eben eine dieser Geschichten, von denen man niemals will, dass sie zu Ende gehen.
17.4.12 22:01
 


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