Der alltägliche Wahnsinn
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Links
   Die alte Seite
   Der alte Blog
Letztes Feedback

http://myblog.de/soulsweeper

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Die Dunkelheit..

Man, bin ich grad aufgewühlt. Und das liegt einzig und allein an einem Videospiel...hm, das klingt nerdig, oder?

Naja, von vorne. Ich hab grad das Ende von The Darkness 2 gesehen. Den ersten Teil fand ich auch schon klasse..es geht um einen jungen Mann, Jackie Estacado, der bei der Mafia arbeitet. Und an seinem 21. Geburtstag erwacht etwas in ihm.. naja, das alles zu erklären wäre ein bisschen zu langwierig. Jedenfalls verliert er seine große Liebe Jenny wegen der Darkness, und naja, wie der Name schon sagt, ist das ganze Spiel eher düster.

Vom ersten Teil war ich schon restlos begeistert. nicht weil das Gameplay oder die Grafik besonders geil gewesen wären. Die Grafik war mittelmäßig, das Gameplay war, naja, gut und ziemlich blutig. Aber am wichtigsten: die Story. Die hat mich eingesaugt wie ein wahnsinnig gutes Buch und nicht mehr losgelassen. Ich habe nicht mit Jackie gefühlt, ich habe WIE Jackie gefühlt. Da gibt es im ersten Teil am Anfang diese Szene, wie Jackie mit Jenny auf der Couch sitzt und einen Film guckt (dabei gibt es auch die Möglichkeit, sie zu küssen..). Der Spieler entscheidet, wann das aufhört. Das ist einer von diesen Momenten, die man auch aus dem realen Leben kennt: man will einfach nicht, dass es vorbeigeht. Damals schon habe ich minutenlang einfach zugesehen, wie die beiden dort sitzen. Einfach weil es schön war. Und weil man, anders als im realen Leben, selbst in der Hand hatte, wie lange dieser Augenblick dauert.

Ich weiß nicht wie die Spieleentwickler das geschafft haben, derartig tiefe Emotionen zu vermitteln. Und im zweiten Teil ist das nicht anders. Diese Liebesgeschichte zwischen der verstorbenen Jenny und dem von diesem Dämon besessenen Jackie ist allgegenwärtig, man fühlt, was Jackie fühlt. Man fühlt die Verzweiflung, wenn er sie in einer Wahnvorstellung sieht und nicht erreichen kann, und man spürt das Glück und die Zufriedenheit, wenn er sie am Ende, wenn auch nur für einen kurzen Moment, im Arm halten darf. Das war auch ein Moment, dessen Ende in meiner Hand lag und den zu beenden ich eine ganze Weile nicht imstande war. Und, um ehrlich zu sein, hätte ich da fast geheult. Auch wenn ich das nicht gerne zugebe.

The Darkness 2 ist also auf der einen Seite unglaublich brutal und blutig, es macht Spaß, Gegner mit den Kräften der Darkness in kleine Fetzen zu reißen und ihre Herzen zu fressen. Auf der anderen Seite erzählt es aber auch eine traurige Geschichte, und das mit so viel Feinfühligkeit, dass man vom Betrachter selbst zum Betrachteten wird. Das ist eine Kunst, die ich so noch in keinem anderen Videospiel erlebt habe; so aufgewühlt und durcheinander habe ich mich höchstens nach dem Ende eines besonders guten Buches gefühlt. Aber bei The Darkness war der Eindruck noch intensiver. Eben eine dieser Geschichten, von denen man niemals will, dass sie zu Ende gehen.
17.4.12 22:01


Hakenkreuz?

Ja, jetzt kommt meine übliche Aufregung.

Warum sind Hakenkreuze in Computerspielen verboten?! Welchen Sinn verfolgt man damit? In 99% der Spiele (mindestens), in denen die Dinger vorkommen, ist ein Hauptaspekt des Spiels sämtliche Nazis umzulegen und gegebenenfalls dafür zu sorgen, dass Deutschland den 2. Weltkrieg verliert.

Warum diese Angst vor "verfassungsfeindlichen Symbolen"? Ist ne Swastika in Indien auch verfassungsfeindlich? Nein. Und der Grund dafür liegt auf der Hand: Nämlich, weil verfassungsfeindliche Symbole auch immer in einem verfassungsfeindlichen Kontext stehen müssen, damit das Ganze verfassungsfeindlich ist.

Beispiel: Zwei Computerspiele. Handlung 1: Der Spieler ist ein amerikanischer Soldat und muss deutsche Soldaten erschießen, die das HK tragen.

Handlung 2: Der Spieler ist ein deutscher Soldat, der Amerikaner und wer weiß wen noch umlegen soll, damit das 3. Reich weiterbesteht; natürlich wird mit HK's nicht gegeizt.

Wer ist wohl verfassungsfeindlicher, hm?

 Genauso, wie ich es sinnlos finde, gewalttätige Spiele zu kürzen. Wer 18 ist, ist wohl für das was er kauft, spielt und tut selbst verantwortlich. Altersbegrenzungen sind durchaus sinnvoll, aber nicht das Beschneiden von Spielen, die sowieso ab 18 sind!

 

Naja, soviel dazu. Eigentlich kanns mir egal sein, bei amazon.co.uk sind PC-Spiele sowieso nur halb so teuer.

1.10.09 21:28


Hmm...

Ich wär heut wieder im Bett geblieben. Wieder nix für die Uni geschafft, weil ich nicht weiß wo ich anfangen und wie ich das lernen soll. Mies. Bin schon froh wenn ichs ins zweite Semester schaffe. Und dann noch die Sache mit dem letzten Eintrag.

Ich hab keine Lust mehr.

14.5.09 19:47


Ich glaub, ich werd Kaninchen

Mir ist da letztens eine kleine Idee gekommen, wie ich mir ein bisschen Geld dazuverdienen könnte: Medikamentenstudien.

Dabei werden ja im Prinzip neue Medikamente an einem ausprobiert, und dafür gibts dann Geld. Ein Risiko ist natürlich da, aber.. naja, ich denke mal, schwerwiegendes kann da nicht passieren. Die Medikamente werden ja vorher an Tieren und auch sonst getestet, daher bezweifle ich, dass großartig schlimme Dinge passieren können. Und ein bisschen Kopfschmerzen oder schwindel oder so wäre ja kein Thema. Nur müsste ich dann wahrscheinlich stationär bei dem Unternehmen bleiben, und das für teilweise bis zu zwei Wochen, deswegen bleibt das wohl eher eine Option für die Semesterferien. Bis dahin hab ich auch noch was mehr Zeit, das genauer auszuleuchten, weil ohne Informationen mache ich da schonmal gar nichts.

Ich hab gelesen, dass wohl Probanden gestorben sind bei einer bestimmten Studie. Dabei ging es allerdings um Medikamente, die die geistigen Leistungen von Schlaganfall-Patienten verbessern sollen, daher denke ich, dass das etwas anderes ist als Medikamente an einem völlig gesunden Menschen zu testen. Jedenfalls ist es eine Überlegung wert..ansonsten lasse ich einfach mein Auto mit Werbung vollkleben.

Gibt es nicht so Leute, die gegen Tierversuche sind? Was Medikamente angeht, finde ich das dumm. Die sagen doch auch "Testet Menschen statt Tiere".. Warum stellen die sich nicht zur Verfügung? Am besten noch für die Anfangs-Tests, wo keiner weiß, wie das Medikament reagiert. Dann gäbs vielleicht auch ein paar weniger von diesen Idioten. Aber ich glaube, die nehmen noch nichtmal an solchen normalen Tests teil. Und die muss ja auch irgendwer machen, sonst würde die Entwicklung, was das angeht, überhaupt nicht mehr weitergehen. Ich finde, diese Die-Hard-Aktivisten sollte man ein bisschen medikamentisieren..


31.3.09 19:19


Prinzessin Lillifee im Kino?!

Mir scheint, das hat das selbe Konzept wie "Biss zum Abendbrot" und Konsorten. Was mögen kleine Mädchen? Prinzessinnen. Feen. Bunte Märchenwelten. Hm, werfen wir das zusammen, damit wir die größtmögliche Trefferquote an quengelnden Kindern erzielen, die nicht aufgeben, bis sie ihre Eltern ins Kino geschleift haben. Nur dass beim Abendbrot nicht die Eltern mit ins Kino gekommen sind. Hach ja..ist doch gut, zu wissen, worauf die Zielgruppen so abfahren.
28.3.09 13:35


Ich könnte ja..

..ausrasten? einschlafen? zusammenbrechen? auf irgendwas einschlagen?

Jedenfalls habe ich grad zuviel von allem. Was für ein Tag! In der Uni drei Stunden Vorlesung mit dem allseits unbeliebten Prof, und danach Irrfahrt durch Frechen. Hässliche Schuhe kaufen (die ich leider brauche), und dann einen neuen Taschenrechner suchen. Nur schade, dass kein einziger von den verdammten Läden das Mistding im Angebot hatte! Gut, beim Marktkauf hatte ich mir das fast schon gedacht. Aber dass der große Schreibwarenladen den auch nicht hat, hat mich überrascht. Dazu war das Transparentpapier da auch noch teurer. Naja, was will man machen? In den nächsten Laden gehen, wo es den Rechner natürlich auch nicht gibt. Und das alles bei strömendem Regen. Und wisst ihr was? Jetzt, wo ich zuhause bin, scheint die Sonne!

Heute geh ich nirgendwo mehr hin, meine Laune hat ihren absoluten Tiefpunkt. Wenn ich wenigstens nicht noch Mathe machen müsste (mindestens). Aber nein, ich komme nie zur Ruhe. Dann heute abend wie jeden Tag früh ins Bett, schlecht schlafen und wachliegen und nachdenken, und dann müde in die Uni. Wie ich das liebe..

Naja, ich glaube, ich schreib hier auch ein paar eher persönliche Sachen rein. Weils niemand liest, der mich kennt. Find ich gut, und reden kann ich zurzeit sowieso mit niemandem. Das Internet ist mein Freund..(wenigstens Amazon hat den verdammten Taschenrechner!)

25.3.09 15:08


Die Geschichte von der Beretta im Nachttisch…

[Der letzte Eintrag aus meinem alten Blog. Damit das hier etwas Gehalt hat. Aber immerhin, schon ein Kommentar..]

 

…ist mittlerweile um die ganze Welt gegangen. Es gibt eine Menge Reaktionen, Vorschläge und Meinungen. Interessant finde ich, dass jedes Mal, wenn so etwas passiert, gleich jemand ankommt und auf das Thema “Gewalt in Computerspielen” losgeht. Warum das Schwachsinn ist brauche ich hier glaube ich nicht weiter zu erläutern; wenn jemand kaputt genug ist, solche Dinge zu tun, dann geben Far Cry und Counterstrike auch keinen großen Ausschlag mehr. Einzig zu erwähnen bleibt, dass Kaufhof solche Spiele jetzt nicht mehr verkaufen will. Da bin ich mal gespannt…

Viel größer ist die Frage, wie sich solche Taten verhindern lassen. Dazu gibt es einen Haufen Ideen, manche sind gut, manche schlecht. Ich denke, ich setze mich mit ein paar von denen auseinander.

Der erste Vorschlag kam von der lieben Frau Merkel. Die Idee war, dass unangemeldete Kontrollen bei Waffenbesitzern durchgeführt werden, ob deren Waffen ordnungsgemäß gelagert werden. Was eine wirklich gute Idee ist; Natürlich kann man nicht jeden Waffenbesitzer laufend überprüfen, aber was der Zweck von unangemeldeten Kontrollen ist, dürfte jedem klar sein. Erstaunlich ist es jedoch, dass irgendjemand vehement dagegen protestiert und meint, das wäre unnütz. Das Waffengesetz weiter zu verschärfen bringt jedenfalls auch nichts, denn das ist durchaus scharf genug. Denn wenn ein Gesetz verschärft wird, hat das nichts damit zu tun, dass die Bevölkerung sich besser dran hält, und das ist hier ja das Problem gewesen. Keine Waffe, kein Amoklauf. Und ein Nachttisch ist bekanntermaßen kein Waffenschrank. Vom Ansatzpunkt Waffengesetz bleibt also nur der Punkt der Überprüfung der Waffenbesitzer als sinnvolle Lösung übrig.

Ein anderer Ansatzpunkt war bei den Schulen. Schulpsychologen, Metalldetektoren, kleinere Klassen? Immer der Reihe nach… Schulpsychologen. An sich gar nicht verkehrt; aber an einer Schule mit 1000 Schülern kann man nicht jeden einzelnen betreuen. Und ist jemand so gestört wird er das bei einem kurzen Routinegespräch (oder wie das dann ablaufen würde), sicher nicht zu erkennen geben. Ist ein Potenzial allerdings erkannt, ist ein solcher Psychologe gut zu gebrauchen; allerdings bezahlt man ihn gewissermaßen nur fürs Rumsitzen, denn allzuoft tauchen solche Leute ja nicht auf. Metalldetektoren: schlicht und einfach nicht realisierbar. Wie soll das gehen? Tausend Schüler jeden Morgen durchleuchten? Jeder hat irgendwo ein Stückchen Metall, erst recht am/im Schulrucksack. Um da effizient kontrollieren zu können, müsste das gesamte Programm vom Flughafen durchgezogen werden: Jacke und Rucksack ins Röntgengerät, alle Taschen ausleeren. Wenns piept (und das wird es, wenn man zum Beispiel nicht gerade Lust hat seinen Gürtel auszuziehen), Untersuchung von Hand. Das geht einfach nicht, weder vom Kosten-, noch vom Zeitfaktor her. Dann die kleineren Klassen, damit “Sonderlinge” früher erkannt werden können: Halte ich nicht für sinnvoll. Sicher, irgendwo ist der Gedanke gerechtfertigt. Aber es herrscht doch so schon Lehrermangel, oder nicht? Ganz zu schweigen davon, dass jede Schule zusätzliche Klassenräume benötigen würde. Und auch wenn dieses (große!) Kostenproblem wegfallen würde, wäre da immer noch die Tatsache, dass einfach zu wenig Lehrkräfte da sind. Also: an den Schulen ist de facto auch nicht viel zu machen.

Die einzige sinnvolle Konsequenz ist also, die Waffenbesitzer zu kontrollieren? Mir fällt jedenfalls nichts anderes ein. Und verhindern lassen sich solche Taten schlicht und ergreifend nicht! Der eine Amokläufer ist das Produkt der Gesellschaft, der nächste ist einfach nur ein Psychopath - was will man dagegen tun? Wenn sich jemand von seiner Umgebung komplett abschottet, so gut wie nur schlechte Erfahrungen mit Mitmenschen gemacht hat, das mag ein Zeichen sein. Aber war das bei Tim so? Nach dem was man gehört hat (mehr weiß ich ja auch nicht), hatte er nicht viele Freunde, war aber weder Mobbing-Opfer noch sonderlich unbeliebt. Seine Familie (vor allem sein Vater) stand hinter ihm, und er war ein guter Tischtennis-Spieler. Hört sich nicht außergewöhnlich an, aber auch nicht nach einem Leben, das unangenehm ist. Vielleicht wollte er raus aus diesem heilen Weltbild, von diesem Image des wohlbehüteten, ruhigen oberer-Mittelstands-Jungen? Etwas krasses tun, was keiner erwartet? Ich weiß es nicht, und das wird wohl auch so bleiben. Fakt ist aber, dass man so etwas nicht erkennen kann. Man kann keine Gedanken lesen; und selbst wenn man es könnte, wäre es wohl schwer möglich, jeden Jugendlichen in Deutschland zu untersuchen, ob er Mordfantasien hat. Das ist einfach ein Faktor, den man nicht erfassen kann: man kann es nunmal selten vorher erkennen, weil man dazu sehr genau hingucken muss. Und da das nicht bei jedem geht, braucht man einen gewissen Verdacht vorher: nur, woher den nehmen? Shooter-Spieler, Softair-Besitzer? Das alles ist nicht maßgeblich. Gefährlich wird es, wenn jemand den Blick für die Realität verliert. Wenn es eben nicht mehr nur ein Spiel ist. Wenn man nicht nur mit Plastikkugeln oder Farbbeuteln auf Mitspieler schießt, sondern dabei im Kopf stattdessen scharf schießt. Das ist etwas, was man vorher nicht erkennen kann, und darin liegt das Problem. Es gibt einfach Dinge, die kann man nicht verhindern. Man kann das Beste tun, aber man kann es eben nicht ganz verhindern.

 

24.3.09 17:48


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung